Internationale Liga für Menschenrechte

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Statement zu Ägypten

Donnerstag, 17. Juli 2025

Berlin, 24. Juni 2025. Über 20 Menschenrechtsorganisationen, darunter FIDH und OMCT, fordern ein sofortiges Ende der grenzüberschreitenden Repression durch ägyptische Behörden gegen im Exil lebende Journalist*innen. Im Zentrum steht der Fall der Investigativjournalistin Basma Mostafa, die trotz ihres Exils in Deutschland massiver Überwachung, Bedrohung und genderbasierter Gewalt ausgesetzt ist.

Ein UN-Bericht dokumentiert systematische Einschüchterung durch oder mit Duldung der ägyptischen Regierung, auch in Deutschland, der Schweiz, Kenia und Libanon. Die Organisationen fordern Ägypten auf, Stellung zu den UN-Erkenntnissen zu nehmen und diese Repression umgehend zu beenden.

Mostafa hatte über Folter und außergerichtliche Tötungen in Ägypten berichtet und wurde mehrfach verhaftet, bevor sie ins Exil fliehen musste. Ihr Fall ist kein Einzelfall: Ägypten gehört weltweit zu den aggressivsten Akteuren grenzüberschreitender Repression, etwa durch das Ausspähen Exilierter, Festnahmen von Familienangehörigen oder Einschränkungen bei Pass- und Konsulardiensten.

Die Organisationen fordern Deutschland auf, Mostafa wirksam zu schützen und Angriffe durch ausländische Akteure entschieden zu verfolgen, gemäß dem UN-Zivilpakt und den Prinzipien zur Bekämpfung transnationaler Repression von 2023.

Zum Originaltext des Statements: FIDH