Am 29. Mai 2026 war die Internationale Liga für Menschenrechte im Rahmen eines Grundrechte-Workshops zu Gast an der EXIN-Oberschule Zehdenick. Der Workshop wurde von unseren Praktikant*innen Toya und Hussein mit drei 7. Klassen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die historische Entstehung des Grundgesetzes sowie die daraus hervorgegangenen Grundrechte.
Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit der Internationalen Liga für Menschenrechte wurden die Schüler*innen durch interaktive Fragen in den Workshop einbezogen. Gemeinsam erarbeiteten wir die Bedeutung der Grundrechte als Lehre aus der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei standen insbesondere die Meinungs-, Versammlungs- und Persönlichkeitsfreiheit sowie der Gleichheitsgrundsatz im Fokus. Darüber hinaus wurde die besondere Rolle des Art. 20 GG als Fundament unserer demokratischen Ordnung hervorgehoben.
Anhand lebensnaher Fallbeispiele ordneten die Schüler*innen konkrete Situationen den jeweiligen Grundrechten zu. Im Zusammenhang mit Art. 3 GG wurden aktuelle Themen wie die Kriegsdienstverweigerung diskutiert, während bei Art. 16a GG das Grundrecht auf Asyl im Mittelpunkt stand. Die Ergebnisse präsentierten die Gruppen anschließend in kurzen Vorträgen. Dabei stellten sie die jeweiligen Fälle vor und erläuterten, welche Grundrechte einschlägig sind und wie diese sich auf den eigenen Alttag auswirken.
Zum Abschluss diskutierten die Schüler*innen gemeinsam mit Toya und Hussein über die Grenzen von Freiheitsrechten. Fragen wie „Ab wann fällt eine Versammlung nicht mehr unter Art. 8 GG?“ oder „Ist eine Beleidigung eine Meinung, die von Art. 5 GG geschützt wird?“ regten einen lebhaften Austausch an. Dabei wurden insbesondere rassistische, sexistische und gewaltverherrlichende Aussagen und Handlungen thematisiert.
Die Liga bedankt sich herzlich für den engagierten Austausch und freut sich auf weitere zukünftige Einladungen.
