Internationale Liga für Menschenrechte

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Festival gegen Rassismus 2019 – Stark durch Widerstand – We are not alone!

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6. – 7. September 2019
Blücherplatz, Berlin

Die Internationale Liga für Menschenrechte ist auch in diesem Jahr auf dem Festival gegen Rassismus dabei. Am Samstag, dem 7. September, sind wir mit einem Infostand auf dem Festival vertreten. Am gleichen Tag organisieren wir ab 15 Uhr eine Diskussionsrunde zum Thema „Feindbild Islam und institutioneller Rassismus“. Dabei werden wir von unseren Kooperationspartner*innen Reachout, KOP, dem Migrationsrat und der Eberhard-Schultz-Stiftung unterstützt.

Rassismus, wie ihn viele heutzutage erleben, geht weit über den völkischen Rassismus von Neonazis hinaus. Unter dem Vorwand der Bekämpfung von Terrorismus hat sich eine besondere Form des Rassismus immer deutlicher auch in den Institutionen festgesetzt. Eine wesentliche Rolle spielt dieser »institutionelle Rassismus« in der heute vorherrschenden Form antimuslimischer Ressentiments, die in der politischen Klasse, in der Mitte der Gesellschaft, bei selbsternannten Eliten und am rechten Rand wuchern. Brandanschläge, Todesdrohungen und Gewalttaten sind nur die sichtbaren Zeichen einer gefährlichen Entwicklung unserer Demokratie.

Gemeinsam werden wir versuchen, die Frage zu beantworten:

Was ist institutioneller Rassismus? Welche menschenrechtlichen und juristischen Instrumentarien gibt es, um gegen rassistische Diskriminierungen vorzugehen? Welche Rolle spielen hierbei die Medien als sogenannte vierte Gewalt?

Zu Beginn nähern wir uns dem Thema mit Einführungsvorträgen von:

  • Biplab Basu (Historiker/ReachOut)
  • Hamze Bytyci (Vorsitzender von RomaTrial e.V., Mitinitiator des Bündnisses für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas und Mitglied des Landesvorstands der LINKE Berlin)
  • Eberhard Schultz (Menschenrechtsanwalt, Stiftung soziale Menschenrechte, Vorstand Internationale Liga für Menschenrechte)

Moderation: Dr. Anna-Esther Younes (Postdoc University of Amsterdam (UvA), Islamophobia Report Germany (SETA))

Im Anschluss werden in einer offenen Podiumsdiskussion zusammen mit den Expert*innen, den Kooperationspartner*innen und dem Publikum weitere Punkte aus den Vorträgen und Fragen zum institutionellen Rassismus diskutiert.

Aufruf des Festival gegen Rassismus

Rassismus ist unsere Realität und erschwert unseren Alltag, ob in Medien, Krankenhäusern, Schulen, Ämtern oder Polizei. Niemand kann zu diesem Unterdrückungssystem eine neutrale Position einnehmen, jedoch sind wir Menschen unterschiedlich von der rassistischen Realität betroffen.

Das Festival gegen Rassismus soll auch dieses Jahr unsere antirassistischen Kämpfe, Bündnisse und Strategien sichtbar machen und eine emanzipatorische Gegenöffentlichkeit zu der Situation in Deutschland und darüber hinaus sein. Es wird die Perspektiven von Menschen, die von rassistischer Gewalt betroffen sind, in den Mittelpunkt stellen. Unser diesjähriges Thema sind die Verbindungen zwischen Rassismus, Krieg, Kapitalismus und Kolonialismus und der Widerstand dagegen.

Welche antirassistischen Gruppen vereinen und stärken uns? Was können wir von diesen Gruppen lernen? Was haben die Kriege, die weltweit geführt werden, mit rassistischer Unterdrückung und Repression hier in Deutschland zu tun? Wie können wir unsere unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven solidarisch nutzen? Wie können wir unsere Communities stärken und uns Halt geben?

Das Festivalprogramm wird aus einem künstlerischen und politischen Bühnenprogramm, Diskussionsrunden, Workshops, Lesungen, Ausstellungen, Theater, Filmvorführungen, Aktionen und einem Kinderprogramm bestehen. Um diesen vielfältigen Raum gemeinsam politisch zu gestalten, laden wir Euch alle ein, uns zu treffen, kennenzulernen, zu verstehen, zu informieren, zu diskutieren, gemeinsam zu stärken, Spaß zu haben und vieles mehr.

Aufruf auf der Website des Bündnis gegen Rassismus

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