Internationale Liga für Menschenrechte

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Statement zu Bangladesch

Dienstag, 15. Juli 2025

Bangladesch: Ausweitung des Mandats der Untersuchungskommission zum Verschwindenlassen von Personen, um Wahrheit und Rechenschaftspflicht zu gewährleistenDie Internationale Föderation für Menschenrechte (FIDH) und 15 weitere Menschenrechtsorganisationen fordern die Übergangsregierung Bangladeschs auf, das Mandat der Kommission zu gewaltsamem Verschwindenlassen bis mindestens 31. Dezember 2025 zu verlängern. Das Mandat läuft aktuell am 30. Juni aus, obwohl noch über 500 Fälle untersucht werden müssen. Seit ihrer Gründung im August 2024 hat die Kommission über 1.850 Beschwerden erhalten und rund 1.350 untersucht. Dabei wurden schwere Menschenrechtsverletzungen durch Sicherheitskräfte unter der Regierung von Sheikh Hasina aufgedeckt, darunter Folter, geheime Haftorte wie „Aynaghar“, und das Verschwinden politischer Gegner.

Ein vorzeitiges Ende der Kommission würde Gerechtigkeit und Aufarbeitung verhindern. Die Regierung wird aufgefordert, die Kommission ausreichend auszustatten, volle Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sicherzustellen und ein dauerhaftes System für Aufklärung und Wiedergutmachung zu schaffen. Nur so kann der Weg zu Wahrheit, Gerechtigkeit und Entschädigung für die Betroffenen geebnet werden.

Zum Originaltext des Statements: FIDH