Argentinien: Brutale Unterdrückung der Renten-Proteste
Die FIDH blickt besorgt auf die heftige Repression in Argentinien und verurteilt den unverhältnismäßigen Gebrauch von Polizeikräften durch Javier Mileis Regierung gegen friedliche Demonstrant*innen. Diese demonstrieren für die Rechte von Renter*innen und fordern insbesondere eine Anpassung der Renten, um die verlorene Kaufkraft wiederzuerlangen, die Wiederherstellung der Kostenübernahme für lebenswichtige Medikamente und die Verlängerung des Rentenmoratoriums, dessen Auslaufen Tausende ohne Rente zurücklassen würde. Durch die brutale Intervention der Polizei- und Sicherheitskräfte wurden am 12. März mehr als 100 Personen willkülich festgenommen und mindestens 20 Personen so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Damit zeigt sich eine neue Dimension der zunehmenden Kriminalisierung sozialer Proteste in Argentinien. An dem besonders schweren Angriff auf den Fotographen Pablo Grillo sowie an der Verfolgung der Richterin Karina Andrade, die mehrere willkürlich verhaftete Demonstrant*innen freigesprochen hatte, zeigen sich auch zunehmende Angriffe auf die Pressefreiheit und die Rechtsstaatlichkeit.
Zum Originaltext der Pressemitteilung: https://www.fidh.org/en/region/americas/argentina/brutal-repression-of-retirees-protest-in-argentina