Internationale Liga für Menschenrechte

Internetpräsenz der Internationalen Liga für Menschenrechte

Ein Besuch im Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium

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Am 24. März 2026 führten der Koordinator Matteo Bertoldi, die Praktikantinnen Paula Dielentheis und Johanna Thiede sowie Vorstandsmitglied Joshua Hellbeck einen Workshop der Internationalen Liga für Menschenrechte am Hans-und-Hilde-Coppy-Gymnasium in Berlin für eine 10. Klasse durch. Im Zentrum stand die Frage: „Was ist Völkerrecht und wofür brauchen wir es? Und welche Rolle spielen NGOs?“

Zum Einstieg wurde der Wissensstand der Schüler*innen durch interaktive Fragen ermittelt. Anschließend gab Johanna eine Einführung in die Vereinten Nationen (UN). Aufgrund der Komplexität des Systems wurden auch hier kurze Quizfragen eingebaut, um die Inhalte anschaulich und zugänglich zu vermitteln.

Paula erklärte daraufhin die Rolle von NGOs sowohl im Kontext der UN als auch darüber hinaus. Sie verdeutlichte die Unterschiede hinsichtlich Themen, Einfluss und Arbeitsweise. Matteo ergänzte dies durch Einblicke in die Arbeit der Internationalen Liga für Menschenrechte, die sich unabhängig durch Spenden finanziert. Über den Dachverband FIDH kann die Liga auch international wirken, da dieser einen Beraterstatus im UN-Wirtschafts- und Sozialrat innehat. National beteiligt sich die Liga unter anderem am jährlichen Grundrechtereport, einem alternativen Verfassungsbericht.

Anhand konkreter Beispiele wurde die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements verdeutlicht: Paula sprach über §218 StGB, der Schwangerschaftsabbrüche regelt und weiterhin kriminalisiert. Viele NGOs setzen sich für eine Entkriminalisierung ein, da dies das Selbstbestimmungsrecht ungewollt Schwangerer einschränkt und zur Stigmatisierung beiträgt. Zudem wurde ein bayerisches Gesetz von 2024 thematisiert, das ursprünglich eine Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen mit der Bundeswehr vorsah, inzwischen jedoch nur noch ein Angebot darstellt.

Zum Abschluss diskutierte die Klasse gemeinsam mit Joshua die Frage, ob es auch in Deutschland Menschenrechtsverletzungen gibt. Dabei wurden insbesondere §218 sowie Rassismus in der Gesellschaft angesprochen.

Die Liga blickt positiv auf den Austausch zurück und freut sich über weitere Einladungen.

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