Ein Beitrag von Joshua Hellbeck, Praktikant bei der LIGA im Winter 2025.
Spätestens seit den 1990er-Jahren wird Migration nach Deutschland und in die EU zunehmend als Sicherheitsproblem konstruiert (Banai & Kreide, 2017). Die Versicherheitlichung von Migration ist dabei kein objektiver, sondern ein sprachlicher und sozialer Prozess (Buzan, Wæver & de Wilde, 1998). Zur Wahrung staatlicher Souveränität gelte es „irreguläre“ und „unkontrollierte“ Migration zu stoppen. Seit 2015 sind Migration und ihre Kontrolle ein dominierendes Thema der öffentlichen und politischen Diskussion. Vor dem Hintergrund eines in vielen europäischen Staaten zu beobachtenden Rechtspopulismus wird das individuelle Recht auf Asyl zunehmend ausgehöhlt und migrationspolitische Maßnahmen werden insgesamt restriktiver gestaltet. Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), welche 2024 beschlossen und bis Mitte 2026 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht überführt werden muss, steht genau in diesem Licht.
In diesem Kontext rücken vermehrt Strategien in den Fokus, die darauf abzielen, die Kontrolle von Migration auf Herkunfts- und Transitstaaten zu verlagern. Diese sogenannte „Externalisierung“ stellt heute das strukturierende Paradigma und den Kern des europäischen Migrationsmanagements dar (Lavenex, 2016). Zu den bekannten Externalisierungsabkommen zählen etwa der Italien-Libyen-Deal sowie das EU-Türkei-Abkommen. Obwohl Migration aus afrikanischen Staaten nach Europa lediglich etwa 17% Prozent der gesamten Zuwanderung ausmacht (Martens Centre, 2025) und 2024 nur 26% Prozent der Asylerstanträge von Menschen aus afrikanischen Staaten gestellt wurden (Eurostat, 2025), beziehen sich ein Großteil der europäischen migrationspolitischen Abkommen auf den afrikanischen Kontinent. Wissenschaftliche wie journalistische Arbeiten zur EU-Externalisierungspolitik konzentrieren sich dabei häufig entweder auf die Perspektive europäischer Staaten oder auf die Situation der Migrant*innen selbst. Weitgehend unbeachtet bleiben hingegen die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Politik auf die afrikanischen Vertragsstaaten (Pastore & Roman, 2020). Vor diesem Hintergrund thematisiert der folgende Bericht die Stärkung autoritärer Akteure – als eine von vielen problematischen Folgen der EU-Externalisierungspolitik in Afrika. Exemplarisch liegt der Fokus dabei auf dem Sudan.
Kooperation auf Augenhöhe?
In einem Statement vor ihrer Abreise nach Kairo am 08. April 2025, formuliert die Staatsministerin Katja Keul:
„Europäische und afrikanische Ministerinnen und Minister beraten anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Khartum-Prozesses in Ägypten zum Thema Migration. Beiden Seiten geht es darum, irreguläre Migration und Menschenschmuggel zu bekämpfen und gleichzeitig sichere und reguläre Migration entlang den Migrationsrouten zu stärken.“ (Deutsche Botschaft Kairo, 2025).
Nach einer Zunahme der Migration über Libyen und Ägypten nach Italien sowie dem tragischen Bootsunglück vor Lampedusa im Oktober 2013, bei dem über 360 Menschen ums Leben kamen, wurde der Khartoum-Prozess Ende November 2014 bei einer ministeriellen Konferenz in Rom gestartet. Er ist eine regionale Kooperationsplattform zwischen der Europäischen Union, der Afrikanischen Union, dem Europäischen Auswärtigen Dienst und 39 beteiligten Staaten. Dem Lenkungsausschuss gehören 12 Staaten an: Italien, Frankreich, Deutschland, Schweden, die Niederlande und Finnland sowie Eritrea, Äthiopien, Südsudan, Sudan, Ägypten und Uganda. Hauptziel des Khartoum-Prozesses ist die Kontrolle der östlichen Migrationsroute vom Horn von Afrika. Ihm vorausgegangen war der Rabat-Prozess aus dem Jahr 2006, der sich auf die west- und zentralafrikanische Migrationsroute konzentrierte.
Finanziert wurde der Khartoum-Prozess vor allem über den EU Emergency Trust Fund for Africa, der 2015 eingerichtet wurde. Von den insgesamt rund 400 Millionen Euro flossen lediglich etwa 3 Prozent in die Förderung sicherer und legaler Migrationswege (Sullivan, 2021). Deutschland hatte innerhalb des Prozesses eine entscheidende Rolle als größter einzelner staatlicher Geldgeber des Trust Funds (Amnesty, 2019). Darüber hinaus wurde in Khartoum, der Hauptstadt des Sudan, das Regional Operational Centre (ROCK) mit einem Budget von rund 5 Millionen Euro eingerichtet. Ziel dieses Zentrums ist es zum einen, Schmugglernetzwerke zu bekämpfen und zum anderen, den Austausch von Daten zu Migration und Schmuggel zwischen den Staaten am Horn von Afrika und den europäischen Institutionen zu verbessern.
Sudan war das zentrale Land innerhalb des Khartoum-Prozesses, da es geografisch im Zentrum historischer und gegenwärtiger Migrationsrouten liegt, die Ost- und Westafrika mit Nordafrika, dem Mittelmeerraum und Europa verbinden. Gleichzeitig verlaufen von hier aus Routen in Richtung der Golfstaaten im Osten sowie nach Südafrika im Süden (MHUB, 2018). Neben der Bedeutung als Transitland war Sudan zudem über einen langen Zeitraum das zweitgrößte Aufnahmeland für Geflüchtete in Afrika, wobei sich die Aufnahmezahlen durch den seit 2023 anhaltenden Krieg mittlerweile verringert haben (UNHCR, o.D.). Außerdem sind mehr als 11 Millionen Menschen binnenvertrieben, was Sudan weltweit zum Land mit den meisten Binnenvertriebenen macht. Zudem sind seit 2023 3,5 bis 4 Millionen Menschen aus dem Land geflohen (Mixed Migration Centre, 2025).
Katja Keul, sowie andere EU-Akteure sprechen meist von geteilten Zielen hinsichtlich der Verhinderung sogenannter „irregulärer“ Migration. Vielmehr ist die Zusammenarbeit der afrikanischen Vertragsstaaten mit der EU strategischer Natur und keine echte Kooperation (Gkliati, 2025). Zwischen der Europäischen Union und ihren Vertragspartnern bestehen strukturelle und finanzielle Machtungleichgewichte, die historisch eng mit kolonialen Herrschaftsverhältnissen verknüpft sind. Diese Ungleichheiten prägen bis heute die migrationspolitische Zusammenarbeit (Baldo, 2017). Die EU nutzt diese Machtasymmetrien, um die Kooperation von Herkunfts-, Transit- und Aufnahmestaaten zu gewinnen (Gaibazzi, 2023). Die Externalisierungsstrategie der EU beruht dabei auf der systematischen Verknüpfung von sicherheits- und entwicklungspolitischen Zielen. Migrationsabkommen sind meist keine rein migrationsbezogenen Vereinbarungen, sondern umfassende politische Pakete. Einerseits stellt die EU finanzielle Mittel für Grenzinfrastruktur, Ausrüstung sowie Trainingsprogramme für Grenzpolizeien und Sicherheitskräfte bereit – häufig unter dem Begriff des „Capacity Building“. Andererseits werden im Gegenzug für eine verstärkte Kontrolle von Migrationsbewegungen zusätzliche Finanzmittel und „Entwicklungshilfe“ sowie Visaerleichterungen in Aussicht gestellt (Europäischer Rat, o.D.). Diese europäischen Finanzströme verändern lokale politische und institutionelle Anreizstrukturen in den Partnerstaaten grundlegend (Tubiana et al., 2018), da die Zusammenarbeit mit der EU ein lukratives Geschäft darstellt. Davon profitieren insbesondere staatliche oder paramilitärische Sicherheitsapparate, die durch die bereitgestellten europäischen Mittel ausgebaut, professionalisiert, finanziell abgesichert und häufig auch legitimiert werden (Barfuss, 2023). In vielen Fällen trägt diese Entwicklung zur Stärkung und Stabilisierung autoritärer Machtstrukturen bei und verschärft bestehende interne Machtkonflikte (Zobel & Schmelz, 2021). Die faktische Verschiebung europäischer Grenzpolitik auf den afrikanischen Kontinent steht dabei in einer kolonialen Genealogie von Grenzen und Mobilitätsregimen (Baldo, 2017). Während sich europäische Bürger*innen weitgehend frei über den Globus bewegen können, erkauft sich die EU die Immobilisierung afrikanischer Gesellschaften.
Stärkung der RSF im Sudan
Nach dem gleichen Muster verlief auch die Zusammenarbeit im Sudan. Der Khartoum-Prozess ermöglichte die Finanzierung von Grenzinfrastruktur sowie die Bereitstellung von Ausrüstung und das Training von Einheiten der Grenz- und Routenkontrolle. Implementiert wurde das Programm vor allem durch Sicherheitsakteure, wobei insbesondere die RSF (Rapid Support Forces) eine Schlüsselrolle einnahmen, da sie historisch wie gegenwärtig die Kontrolle über zentrale Wüstenregionen und wichtige Migrationskorridore ausüben (European Union Agency for Asylum, o.D.).
Die RSF sind aus den Janjaweed-Milizen in Darfur hervorgegangen, die – gemeinsam mit dem ehemaligen Präsidenten Omar al-Bashir – für den Darfur-Genozid an schwarzafrikanischen Ethnien der Fur, Masalit und Zaghawa im Jahr 2003 verantwortlich sind (Khalafalla, 2005). Geführt wird die RSF von Mohamed Hamdan Dagalo („Hemedti“), der laut Analysten durch die Zusammenarbeit mit europäischen Akteuren internationale Anerkennung und politische Legitimierung anstrebte (Baldo, 2017). Ihm gegenüber steht der Oberbefehlshaber der sudanesischen Streitkräfte (SAF), Abdel Fattah al-Burhan. Seit April 2023 stehen sich beide Machtzentren in einem brutalen Krieg gegenüber, der Millionen Menschen getötet oder zur Flucht gezwungen hat.
Omar al-Bashir wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht (ICC, 2020). Mit ihm arbeitete die EU zusammen. Formal bestreitet sie jedoch bis heute eine Kooperation mit den RSF, obwohl diese bereits seit 2013 als Teil des sudanesischen Sicherheitsapparates über den Geheimdienst NISS in das Innenministerium integriert waren (Baldo, 2017). Zudem belegen zahlreiche Analysen eine direkte Zusammenarbeit (Baldo, 2017; Sea Watch, o.D.; Barfuss, 2023). So deckten Journalisten beispielsweise auf, dass das italienische Militär die RSF heimlich trainiert hat, ohne dass das italienische Parlament davon wusste (Alb, 2022). Auch Dokumente der EU selbst belegen Treffen mit Hemedti (EEAS, 2019). Im Jahr 2022 flog er mit einem Flugzeug der Vereinigten Arabischen Emirate nach Italien und traf sich dort mit wichtigen Vertretern der Türkei, Italiens und der NATO. Hemedti legte während seines Besuchs eine Liste mit Forderungen vor, darunter Ausrüstung für technische Hilfe und strategische Unterstützung, wie Ausbilder für Schulungskurse und Waffen. Nach Beratungen wurden die Forderungen genehmigt, darunter die Bereitstellung von Drohnen, die die RSF für die Steuerung der Migration nach Europa benötigt (Barfuss, 2023).
Direkt nachdem al-Bashir 2019 im Zuge der demokratischen Revolution gestürzt wurde – die RSF wurden von ihm zuvor zur gewaltsamen Unterdrückung der Proteste eingesetzt (Human Rights Watch, 2019) – traf sich im Oktober eine „hochrangige Delegation“ aus Brüssel, bestehend aus Jean-Christophe Belliard (ehem. stellvertretender Generalsekretär und Generaldirektor für politische Angelegenheiten im EU-Auswärtigen Dienst), Koen Doens (Generaldirektor für Entwicklungszusammenarbeit) und Alexander Rondos (ehem. EU-Sonderbeauftragter für das Horn von Afrika), mit Hemedti (Barfuss, 2023). Anstatt den Dialog mit Vertreter:innen der Zivilgesellschaft zu suchen, suchte die EU lieber den Kontakt zum Milizenführer der RSF. Außerdem reisten zahlreiche europäische Beamte, darunter Delegationen aus Großbritannien und den Niederlanden, nach Khartoum, um sich mit ihm zu treffen (euronews, 2019).
Hemedti selbst spricht indes sehr offen von einer direkten Kooperation zwischen der EU und ihm: So sagte er 2016, dass seine Truppen bei der Kontrolle des Grenzdreiecks zwischen Sudan, Lybien und Ägypten, 150 Fahrzeuge verloren hätten (Sudan Tribune, 2016). Einige europäische Vertreter seien zudem mit in die Wüste gekommen, um die Operationen der RSF zu beobachten und um Training anzubieten (Barfuss, 2023). Außerdem gab er Zahlen der aufgegriffenen Migrant*innen an und prahlte damit, dass die EU ihn brauchen würde, da er ihre „Drecksarbeit“ übernimmt (Hassouri, 2023). Migrant*innen berichteten, dass sie von RSF-Mitgliedern festgehalten wurden, die Lösegeld von ihnen verlangten, bevor sie sie an andere Schleuser weitergaben (Hassouri, 2023). Das Clingendael-Institut (2018) stellte fest, dass die RSF Migrant*innen und ihre Familien nicht nur an Kontrollpunkten besteuerten, sondern sie auch aktiv schmuggelten. Mehrere befragte RSF-Mitglieder bestätigten, dass die Gruppe Migrant*innen sowohl besteuerte als auch transportierte, anstatt sie abzufangen, wodurch die Grenzkontrolle effektiv zu einem System wurde, das von genau der Migration profitierte, die es eigentlich kontrollieren sollte.
Was bleibt?
Sudan bleibt weiterhin ein aktiver Partner im Khartoum-Prozess. Gleichzeitig dauert der Krieg im Land in all seiner Brutalität an. Insbesondere Darfur im Westen des Sudan leidet nach wie vor unter einer massiven humanitären Katastrophe. Städte wie El Fasher wurden nach über 18 Monaten Belagerung von den RSF eingenommen. Den Vereinten Nationen zufolge stellt der Krieg im Sudan inzwischen die „verheerendste und am schnellsten wachsende Vertreibungskrise der Welt“ mit über 14 Millionen Vertriebenen dar (UNO, 2025). Das ist umso dramatischer, da Hemedtis RSF mittlerweile das zentrale Grenzdreieck zwischen Sudan, Lybien und Ägypten kontrolliert (Al Arabiya, 2025).
Der Khartoum-Prozess und seine Folgen im Sudan verdeutlichen, wie die europäische Externalisierungspolitik Gewalt systematisch auslagert, autoritäre Strukturen stabilisiert und koloniale Muster der Grenzpolitik und Machtausübung fortschreibt. Diese Politik trägt zur Destabilisierung afrikanischer Partnerstaaten bei, indem der Ausbau hochgerüsteter Sicherheitsapparate bestehende Machtkonflikte verschärft und immer wieder zur Unterdrückung demokratischer Bewegungen genutzt wird. Der Sudan steht damit exemplarisch für die tiefgreifenden politischen Folgen eines europäischen Migrationsmanagements, das Kontrolle und Reduktion der Ankunftszahlen über Menschenrechte stellt.
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