Internationale Liga für Menschenrechte

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Togo: Aufruf zu Beendigung der brutalen Unterdrückung von Demonstranten

Samstag, 26. Juli 2025

Paris, 10. Juli 2025. Nach landesweiten Protesten im Juni gegen steigende Lebenshaltungskosten und für demokratische Reformen in Togo, die von der Regierung Faure Gnassingbés brutal niedergeschlagen wurden, verurteilen FIDH, die Ligue des droits de l’Homme (LDH) und das Collectif des avocats pour la démocratie das gewaltsame Vorgehen aufs Schärfste. Besonders Milizen, die dem Regime nahestehen, waren für Entführungen, Folter und gezielte Tötungen verantwortlich.

Die Organisationen fordern die Vereinten Nationen auf, umgehend eine unabhängige internationale Untersuchung einzuleiten und die Entwaffnung sowie Auflösung der politischen Miliz zu veranlassen. Die Regierung Togos müsse ihre menschenrechtlichen Verpflichtungen einhalten, alle politischen Gefangenen freilassen und die Bevölkerung schützen. Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die UN, sei gefordert, gezielte Sanktionen zu prüfen und sich aktiv für demokratischen Wandel und ein Ende der Straflosigkeit in Togo einzusetzen.

Zum Originaltext des Pressestatements: FIDH