Internationale Liga für Menschenrechte

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Pressemitteilung der FIDH zu El Salvador

Mittwoch, 9. Juli 2025

El Salvador: Menschenrechtler:Innen zunehmend bedroht.

Die Anwältin Ruth López, Leiterin der Antikorruptionsabteilung der Organisation Cristosal, wird seit dem 18. Mai 2025 ohne Anklage festgehalten. Laut der Leiterin des Amerika-Büros der FIDH handelt es sich bei dem, was Ruth López widerfährt, um eine Terrorstrategie, die darauf abzielt, diejenigen zum Schweigen zu bringen, die es wagen, die Wahrheit zu sagen. Die Arbeit der NGO Cristosal wird immer schwieriger, da sie im Visier der Behörden steht. Auch die Pressefreiheit ist in diesem Land bedroht, das zunehmend autoritäre Züge annimmt. Journalisten des Online-Mediums El Faro wurden nach der Aufdeckung mutmaßlicher Verbindungen zwischen der Regierung und Strukturen des organisierten Verbrechens angegriffen. In El Salvador wird das Strafrecht instrumentalisiert, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Besonders problematisch ist das am 20. Mai verabschiedete „Ausländergesetz”, das NGOs mit internationalen Finanzmitteln verpflichtet, sich zu registrieren, und eine Steuer von 30 % auf diese Mittel erhebt. Dieses Gesetz bedroht das finanzielle Überleben und die Existenz der unabhängigen Zivilgesellschaft.

Zum Originaltext der Pressemitteilung : https://www.fidh.org/en/region/americas/el-salvador/el-salvador-the-persecution-of-human-rights-defenders-reaches-a-new