Internationale Liga für Menschenrechte

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Vesper „Menschenrechte aktuell“: Digitale Aufrüstung zum „Cyberkrieg“?

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Einladung zur Vesper „Menschenrechte aktuell“

im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
am Donnerstag, den 30. März 2017, um 19.00 Uhr im Robert-Havemann-Saal

Bundeswehr erklärt „Cyberraum“ zum potentiellen Kriegsgebiet – welche Gefahren drohen auf welcher rechtlichen Grundlage?

Gegenwärtig wird die Bundeswehr mit einer neuen Einheit „Cyber- und Informationsraum“ aufgerüstet. Mit dieser digitalen Kampftruppe mit (geplant) fast 15.000 Einsatzkräften wird der „Cyberraum“ zum potentiellen Kriegsgebiet erklärt, beteiligt sich die Bundesrepublik am globalen Wettrüsten in dieser Disziplin – bislang ohne Parlamentsbeteiligung, ohne demokratische Kontrolle und ohne Rechtsgrundlage. Diese Militarisierung des Internets und des gesamten „Cyberraums“ dient nach Plänen des Bundesverteidigungsministeriums nicht nur der Verteidigung gegen Cyberattacken von außen, sondern damit soll die Bundeswehr auch zu kriegerischen Angriffen auf andere Staaten befähigt werden. Das bedroht nicht nur militärische Informations- und Kommunikationssysteme, sondern vor allem auch zivile kritische In­frastrukturen wie Strom- und Wasserversorgung, Verkehrs- und Gesundheitswesen.

Spätestens hier stellen sich dringliche Fragen nach der völkerrechtlichen Beurteilung und Regelung dieser Materie: Ab wann ist Cybergewalt zwischen Staaten völkerrechtswidrig, wann ist sie konventionellen bewaffneten Angriffen gleichzusetzen, wie den Urhebern zuzurechen; inwieweit grenzen Regeln des Völkerrechts dieses digitale Schlachtfeld ein oder müssen neue Regeln her – eine Art digitale Konvention?

Darüber diskutieren wir mit

Dr. Rolf Gössner
Rechtsanwalt/Publizist, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte

Rainer Rehak
Diplom-Informatiker
Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF e. V.), Berlin

>Der Cyberkrieg bedroht alle – Digitale Rüstungskontrolle statt Aufrüstung gefordert<

Die digitale Aufrüstung der konventionellen Armeen bedroht nicht nur IT-Systeme ganzer Staaten, sondern auch die Zivilbevölkerung, wenn zivile Versorgungssysteme getroffen werden. Davor haben am 30. März in Berlin zwei Experten in einer Diskussionsrunde zum Thema Cyberkrieg gewarnt. Dr. Rolf Gössner und Rainer Rehak fordern unter anderem völkerrechtliche Grenzen für digitale Waffen.
“Sputnik”-Bericht vom 5.04.2017 über die März-Vesper

Radiobeitrag von “Sputnik Deutschland” mit O-Tönen aus der Vesper:
https://soundcloud.com/sputnik-de/der-cyberkrieg-bedroht-alle-digitale-rustungskontrolle-statt-aufrustung-gefordert


Unter dem Motto “Menschenrechte aktuell” veranstalten das Haus der Demokratie und Menschenrechte (Stiftung und Hausverein), die Internationale Liga für Menschenrechte e.V., die Humanistische Union e.V. und die Redaktion der Zeitschrift Ossietzky, die Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft, jeweils am letzten Donnerstag des Monats einen Diskussionsabend mit kleinem Buffet.

Zum Vespern stehen Brot und Käse, Wein und Wasser bereit.

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