Internationale Liga für Menschenrechte

Internetpräsenz der Internationalen Liga für Menschenrechte

AEDH – Association Européenne pour la défense des Droits de l’Homme

Die AEDH wurde im Jahr 2000 als internationaler Verein belgischen Rechts (aisbl) unter aktiver Mitwirkung der Internationalen Liga für Menschenrechte gegründet. Sie ist heute die Dachorganisation von 32 europäischen Mitgliedsorganisationen für Menschenrechte aus 23 Staaten der EU und der Schweiz. Ihr Sitz ist Brüssel.

Auf europäischer Ebene ist die AEDH die einzige Vereinigung, die alle Rechte für jede und jeden verteidigt. Von Anfang an war sie bestrebt, innerhalb der Europäischen Union eine Gegenkraft zur Verteidigung von pluralistischer, solidarischer und humanistischer Demokratie auf der Grundlage der Menschenrechte zu sein. Sie wacht über die Umsetzung der völkerrechtlichen Vorgaben der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, des Zivil-und Sozialpaktes und der Konventionen der Vereinten Nationen sowie der Europäischen Menschenrechtskonvention des Europarates zugunsten der fast 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Sie tritt dafür ein, dass die Grund- und Menschenrechte als universelle und unteilbare Rechte für die Gesamtheit der in der Union ansässigen Menschen Geltung haben und behalten. Die AEDH bekräftigt ihr Engagement für eine Bürgerbewegung in einem demokratisch zu strukturierenden Europa. Nicht die Staaten, sondern die Bürger und Bürgerinnen sind letztendlich die Handlungsträger und Garanten der Menschenrechte.

Zielsetzung

Die AEDH engagiert sich für

  • ein demokratisches Europa, in dem die Bürger und Bürgerinnen einen wirklichen Einfluss ausüben,
  • ein Europa, das auf dem Respekt vor den Freiheiten jedes und jeder Einzelnen begründet ist,
  • ein Europa, das die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte garantiert,
  • ein Europa, das eine nachhaltige Entwicklung verfolgt und sich respektvoll gegenüber der Umwelt verhält,
  • ein Europa ohne Diskriminierung und Rassismus,
  • ein weltoffenes Europa, das seiner internationalen Verantwortung gerecht wird.

Methode

Die AEDH informiert ihre Mitglieder und die europäische Öffentlichkeit kritisch über die Politik der Europäischen Union vor dem Hintergrund der Menschenrechte.

Sie initiiert mit ihren Mitgliedern die Behandlung menschenrechtlicher Themen und Problembereiche, um gemeinsame Analysen, Stellungnahmen und Forderungen zu erarbeiten.

Sie gibt Anregungen und stellt Forderungen an die europäischen Entscheidungsträger.

Sie unterstützt kollektive Aktionen europäischer Netzwerke zur gemeinsamen Verteidigung der Menschenrechte.

Themen

Die Arbeit der AEDH konzentriert sich besonders auf sechs Schwerpunkte,

  • die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte
  • die Minderheitenrechte und den Kampf gegen Diskriminierung
  • die aktive und inklusive Bürgerschaft
  • das Asylrecht und die Rechte der Migranten
  • das Recht auf Privatleben und den Datenschutz
  • die Gleichheit der Geschlechter

Generalversammlung

Die AEDH versammelt jedes Jahr Vertreter_innen ihrer Mitgliedsorganisationen. Die Generalversammlung bestimmt entsprechend ihrer Satzung die prinzipielle inhaltliche Ausrichtung der Vereinigung und wählt alle zwei Jahre aus den Vertretern der Mitgliedsorganisationen den internationalen Vorstand. Die gewählten Vorstandsmitglieder wählen dann aus ihren Reihen die Kandidierenden für herausgehobene Positionen. Die Internationale Liga für Menschenrechte ist seit 2010 durch Knut Albrecht im Vorstand der AEDH vertreten, ab 2012 als einer ihrer Generalsekretäre.

Website der AEDH