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Vesper – Menschenrechte aktuell: Menschen auf der Flucht

Donnerstag, 26. April 2018, 19:00

Donnerstag, 26. 04. um 19:00 Uhr
Robert-Havemann-Saal

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Menschen auf der Flucht Eine MAGNUM-PHOTOS-Ausstellung in Kooperation mit Amnesty International.

Ausstellung-Flucht-Amnesty-International-Copyright„Menschen auf der Flucht“ – hinter diesen Worten und den Fotografien der Ausstellung verbergen sich die Schicksale von über 65 Millionen Menschen. Große Fluchtbewegungen sind nichts Neues. Die Ausstellung umfasst 70 Jahre und geht zurück bis zum Zweiten Weltkrieg – eine Zeit massiver Vertreibungen.

Menschen flüchten heute vor bewaffneten Konflikten in Ländern wie Syrien und Palästina, Afghanistan und Somalia, dem Irak, dem Jemen, der Zentralafrikanischen Republik, Burundi, Nigeria und dem Südsudan. Viele von ihnen sind schon seit Jahrzehnten auf der Flucht; viele wurden sogar als Flüchtlinge geboren. Menschen fliehen auch vor Verfolgung und massiver Diskriminierung.

Sie haben das verbriefte Recht, internationalen Schutz zu suchen: „Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen“ heißt es in Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die die Staatengemeinschaft nach den Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs geschaffen hat.

Die aktuellen Fluchtbewegungen nach Europa werden oft als „Flüchtlingskrise“ bezeichnet. Doch was wir tatsächlich erleben, ist eine Krise der Verantwortung und eine Krise der Solidarität. Die Industrienationen heißen Menschen auf der Flucht heutzutage nicht gerade willkommen und werden ihrer Verantwortung bei Weitem nicht gerecht. Die USA, China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich sind nominell die sechs wirtschaftlich stärksten Länder der Welt, doch sie beherbergen zusammen nicht einmal 12 Prozent aller Flüchtlinge weltweit.

Stattdessen werden 85% der Menschen auf der Flucht von wirtschaftlich schwachen Ländern aufgenommen, meist sind es die Länder in der unmittelbaren Nachbarschaft der Herkunftsländer der Flüchtlinge.

Wir wollen uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wie hat sich Flucht in den Jahren seit 1948, als die ersten Bilder von Magnum entstanden, entwickelt?
  • Wie soll man mit den verschiedenen Fluchtgründen umgehen? (Politische Verfolgung, Krieg, Klima, Wirtschaft)
  • Was kann man tun, um eine menschenrechtskompatible Asylpolitik zu fördern?
  • Was brauchen geflüchtete Menschen, womit kann man sie am besten unterstützen?
  • Was ist vordringlich in der politischen Arbeit zu Flucht, Asyl und Integration?

Es diskutieren:

  • Monika Kadur (Mitglied der Berliner Härtefallkommission für den Flüchtlingsrat Berlin)
  • Ingeborg Heck-Böckler (Amnesty International, Vorstandsbeauftragte für Flüchtlingsschutz in NRW)
  • Nicolas Chevreux (Amnesty International, Bezirk Berlin-Brandenburg, Referent für Asyl)
  • Mehmet Desde (Amnesty International, Türkei-Gruppe Berlin)

Moderation: Stefanie Krebs-Pahlke (Amnesty International, Gruppe 1581 Berlin)

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Humanistische Union e.V., Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte in Kooperation mit der Amnesty International Gruppe 1581

Details

Datum:
Donnerstag, 26. April 2018
Zeit:
19:00

Veranstaltungsort

Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
Berlin, 10405
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Veranstalter

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Internationale Liga für Menschenrechte, Ossietzky, Humanistische Union

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